PJ im Ausland

Der Gewinn eines langen Aufenthaltes außerhalb unseres Landes liegt vielleicht weniger in dem, was wir über fremde Länder erfahren, sondern in dem, was wir dabei über uns selbst lernen.
Roger Peyrefitte (*1907), frz. Schriftsteller u. Politiker

Das PJ ist nach dem Wegfall des AiP bekanntlich die letzte Gelegenheit mal über den Tellerrand zu schauen, bevor einem dank des hiesigen Gesundheitssystems endgültig das Geld dazu feht.

Allgemeines

Ein Auslandstertial während des PJs ist nicht pflicht. Für die Organisation eines Platzes im Ausland ist daher jeder selbst verantwortlich. Um eine geeignete Klinik zu finden gibt es einerseits die Liste mit den bereits genehmigten Kliniken im Ausland seitens des Dekanats (Link ganz unten), es besteht aber genauso die Möglichkeit ein dort nicht verzeichnetes Haus auszuwählen und dann neu genehmigen zu lassen (siehe unten).
Wer keine Famulatur im Ausland gemacht hat oder an ein anderes Haus möchte kann sich dies entweder im Internet "ergoogeln" oder fragt in der Fachschaft, bzw. beim DFA (Deutscher Famulanten Austausch) nach. In der Faschaft stehen mehrere Ordner mit Adressen-Ausländischer Kliniken aus dem Jahr 2000, der DFA kann euch zwar weniger Auswahl, dafür allerdings aktuellere Daten bieten, die aus dem Austauschgeschäft stammen.
Ein genereller Tipp ist das "World Directory of Medical Schools", herausgegeben von der "World Health Organisation". Dieses Buch oder ähnliche Adressdatenbanken sollten in jeder Universitätsbibliothek zur Verfügung stehen. Es enthält die Studienbedingungen und Adressen aller medizinischen Hochschulen. Hilfreich bei einer Direktbewerbung können Kontaktpersonen vor Ort sein, z.B. vermittelt durch persönliche Kontakte von Chefärzten oder Professoren.
Wenn ihr ein Haus gefunden habt, benötigt ihr für die weiteren Schritte hier an der Uni zumindest eine vorläufige Zusage, dass ihr euer PJ-Tertial dort im genannten Zeitraum ableisten könnt.

Tertialzeiten

Da die Tertialzeiten selten mit den (Vertrags-)Zeiten der ausländischen Krankenhäser übereinstimmen ist es möglich das Tertial zu splitten. Dies ist jedoch nur in 2 x 8 Wochen möglich. Innerhalb dieses Tertials dürfen keine Fehlzeiten anfallen. Der Dekan besteht auf die Einhaltung der Tertialgrenezen, wer z.B. aufgrund von Rückreisetagen aus dem Ausland nicht rechtzeitig seinen Platz für das zweite Tertial antreten kann, erhält entsprechende Fehlzeiten. Maximal dürfen jedoch nicht mehr als 20 Tage im gesamten PJ versäumt werden - egal ob durch Krankheit, Urlaub oder eben Reisezeiten. Ein Splitting ist auch zweimal möglich, sofern in der Summe nicht mehr als 16 Wochen im Ausland abgeleistet werden. Längere Zeiten bedürfen eines Härtefallantrags. In keinem Fall dürfen sich die Zeiten von zwei Tertialen überschneiden. Das vorhergegangene Tertial muss zum Beginn des Nächsten beendet sein. Man kann also nicht am selben Tag im Ausland den Rest seines erstes Tertial ableisten, während in der Heimat auf das zweite Tertial bereits ein Fehltag angerechnet wird.
Die Planung für einen Auslandsaufenthalt kann daher nicht früh genung beginnen. Wer bei Famulaturen schon erste Kontakte geküpft hat sollte diese jetzt nutzen und sich am Haus seiner Wahl um einen Platz bewerben. Wenn dann eine (vorläufige) Zusage aus dem Ausland da ist, geht es weiter.

Anerkennung

Damit das Tertial auch vom LPA anerkannt wird ist eine Befürwortung des Dekanats notwenig. Diese erhält mann nur, wenn die Wunschklinik an eine Universität angeschlossen ist (Lehrkrankenhaus oder gleich Uniklinik) und für euch ein Unterrichtsangebot (Fortbildungen, Besprechungen, etc.) besteht. Im besten Fall war schonmal jemand in diesem Fach in der Klinik und es steht auf der immer länger werdenden List der ausländischen Lehrkrankenhäuser des Dekanats. Sollte das nicht der Fall sein, so erhältst du bei der Beantragung deines Auslandstertials im (Studien-)Dekanat (-> Unihochhaus in der Olshausenstraße, 5. Stock, Frau Frank) einen Zettel auf dem dir der zuständige Professor am UK-SH bestätigen muss, daass die Ausbildung dort mindestens so gut ist wie hier ;-)
Mit diesem Zettel geht es dann wieder ins Dekanat, wo es dann die endgültige Befürwortung der Uni gibt. Alle deren Klinik bereits gelistet ist, sparen sich also das hin-und-her.
Die Befürwortung muss dann noch ins LPA gebracht werden und wird dort von Frau Jörgensen als Grundlage für die offizielle Anerkennung benötigt. Diese erhaltet ihr gegen eine obligatorische Gebühr von ca. 20 Euro (bei der zweiten gibts ca. 50% "Mengenrabatt").
Die offizielle Anerkennung durch das LPA ist zwingende Vorraussetzung für euren Auslandsaufenthalt.

Wunschzettel

Auf dem Wunschzettel müsst ihr nun nur noch angeben in welchem Fach und in welchem Tertial ihr ins Ausland geht, bzw. wenn ihr noch nicht mit allem durch seid, gehen wollt. Nur was ihr hier auch angebt wird bei der Erstellung eurer Tertialreihenfolge auch berücksichtigt. Wenn ihr etwas vergesst oder später ändern wollt, könnt ihr euren Platz, den ihr auf der Tombola erhalten habt, ggf. nicht behalten.

Stipendien

Alle Informationen über Stipendien für das PJ findet ihr auf der folgenden Seite.

Anhang

Liste der bisher vom Dekanat genehmigten Krankenhäuser im Ausland [pdf - 445 KB - Stand 08.11.2015]

Merkblatt des Landesprüfungsamtes zum PJ [pdf - 41 KB - Stand 11.09.2013]

Informationsbaltt zum Auslands-Stipendium [pdf - 106 KB - Stand 23.04.2015]

... noch mehr Inhalt wird in der nächsten Zeit folgen.